Zahnpflege bei Babys & Kindern

Hier erfährst du, wie du mit dem Zähneputzen bei deinem Baby am besten beginnst und wie die Zahnpflege weitergeht, wenn dein Kind älter wird. Auch zeige ich dir die richtige Putztechnik und gebe Tipps für den ersten Zahnarztbesuch.

Kleines Mädchen hat eine Zahnbürste in der Hand
LAAAD/Shutterstock.com

Zahnpflege bei Babys & Kindern

Ungefähr mit 6 Monaten ist es so weit: Im Mund deines Babys zeigen sich die ersten Zähnchen. Im Alter von 2 ½ bis 3 Jahren ist das Milchgebiss deines Kindes mit 20 Zähnen dann in der Regel vollständig ausgebildet. Du solltest bei deinem Kind auf jeden Fall von Anfang an auf die richtige Zahnhygiene achten. Denn gesunde Milchzähne sind nicht nur für das erste Kauen wichtig, sie sind auch Platzhalter für die später durchbrechenden bleibenden Zähne. Zudem spielen sie bei der Ausbildung des Kiefers und für die Sprachentwicklung eine wesentliche Rolle. Und zu guter Letzt ersparen gut gepflegte und gesunde Zähne Schmerzen.

Im Folgenden erfährst du nun alles über die richtige Zahnpflege.

Vor dem ersten Zahndurchbruch

Noch bevor der erste Zahn sichtbar ist, sollte dein Kind auf das Zähneputzen vorbereitet werden. Mit einem feuchten Tuch, einem Fingerling oder einem Putzlernstift können schonend Bakterien entfernt werden. Dein Baby kann sich nun langsam daran gewöhnen, einen Fremdkörper im Mund zu haben. So ist später das Gefühl, eine Zahnbürste im Mund zu haben nicht mehr fremd und dein Kind wird sich dann später leichter von dir die Zähne putzen lassen. Zudem ist auch viele Babys bei Zahnungsschmerzen das Gefühl von leichtem Druck auf dem Zahnfleisch sehr angenehm. Probier es einfach mal aus, z. B. mit dem Fingerling Oral Care Rabbit von MAM oder mit dem NUK Baby Zahnbürste Lernset!

Fingerling Oral Care Rabbit

Der Fingerling Oral Care Rabbit (ab 0 Monaten) sieht nicht nur lustig aus, sondern ist auch mit seinem extra weichen Mikrofaser-Material sehr effektiv, um das Zahnfleisch zu massieren und zu reinigen. Auch der hintere Mundbereich ist leicht zu erreichen und es können Plaque und Bakterien entfernt werden.

NUK Baby Zahnbürste Lernset

Das  NUK Baby Zahnbürste Lernset, für Babys von 6 bis 15 Monaten, beinhaltet einen Putzlernstift sowie einen Putztrainer. So kann sich dein Baby schrittweise an das selbstständige Zähneputzen gewöhnen. Mit dem Putzlernstift mit Beißeffekt wird sanft das Zahnfleisch und der Gaumen massiert. Dies ist sehr angenehm für dein Kind, da es den Druck beim Zahnen mildert. Sobald die ersten sichtbaren Zahnspitzen zu sehen sind, können mit den weichen, bissfesten Gummilamellen des Putztrainers diese gereinigt werden. Nebenbei lernt dein Kind die richtige Zahnputzbewegung. Beide Dentalstifte haben rutschfeste Sicherheitsgriffe. Dem Zahnpflege-Lernset liegt ein Schutzring bei, der ein zu weites Einführen in den Hals verhindert. Er kann auch als Standfuß genutzt werden.

Die richtige Zahnpflege von Anfang an

Sobald der erste Milchzahn sichtbar ist, solltest du mit der Zahnpflege beginnen. Du kannst diesen mit einem Putztrainer oder einer kleinen Kinderzahnbürste reinigen, die kurze weiche Borsten und einen rutschfesten Griff hat. Du musst wissen: Milchzähne sind besonders kariesanfällig, da der Zahnschmelz noch nicht vollständig ausgebildet ist. Auch wenn noch gestillt wird, ist das Zähneputzen beim Baby wichtig, da Muttermilch auch Zucker enthält.

Kinderzahnpasta mit oder ohne Fluorid?

Generell ist zweimal täglich Zähneputzen angesagt! Am Anfang reicht es aus, morgens mit Wasser zu putzen, am Abend sollte mit einer reiskorngroßen Menge fluoridhaltiger  Kinderzahnpasta geputzt werden. Wenn dein Kind bereits Fluoridtabletten einnimmt, sollte eine Kinderzahnpasta ohne Fluoridgehalt genomen werden. Daher solltest du beim Kauf von Kinderzahnpasta unbedingt darauf achten, ob diese fluoridhaltig ist. Von nenedent gibt es z.B. Kinderzahncreme mit und ohne Fluorid (nenedent mit Fluorid, nenedent ohne Fluorid). Beide Zahncremes reinigen mit mildem Kieselgel als Putzkörper und sind homöopathieverträglich, da sie mentholfrei und frei von ätherischen Ölen sind.

 

Babyzähne lassen sich am besten in entspannter Atmosphäre auf dem Wickeltisch putzen, später kann dein Kind bei der täglichen Zahnpflege auf deinem Schoß sitzen. Du kannst dabei ein Zahnputzlied singen oder eine Geschichte erzählen. So ein gemeinsames Ritual lenkt ab und macht Spaß. Wichtig ist, dass deinem Baby das Zähneputzen als eine Selbstverständlichkeit nahegebracht wird. Da Kinder durch Nachahmung lernen, solltest du ein Vorbild sein und regelmäßig vorbildhaft Zähneputzen.

Schon mit ungefähr 1½ Jahren ist die motorische Entwicklung deines Kindes so weit fortgeschritten, dass es die Zahnbürste in der Hand halten, an den Mund führen und damit beginnen kann, seine Zähne immer eigenständiger zu putzen. Dennoch solltest du dein Kind nicht nur in seinen Puztversuchen unterstützen, sondern auch die Zähne – vor allem vor dem Schlafengehen – nachputzen.

Sobald dein Kind das Schulalter erreicht hat und die Schreibschrift beherrscht, sind die motorischen Fähigkeiten ausreichend, dass es selbstständig die Zähne putzen kann. Dennoch solltest du regelmäßig überprüfen, ob dein Kind seine Zähne ordentlich geputzt hat.

Welche Baby Zahnbürste sollte ich verwenden?

Es gibt eine Baby Zahnbürste, die wirklich unvergleichlich weich und schonend für die Munschleimhaut ist: Die Curaprox Baby Zahnbürste. Das Besondere an dieser Zahnbürste sind die ultra-weichen CUREN-Borsten, die die Zähne „streicheln“ und dennoch effektiv sind. Wenn man es nicht selbst ausprobiert hat, kann man es kaum glauben, wie angenehm das Putzen mit dieser Bürste ist. Die Curaprox Zahnbürste gibt es übrigens auch für Erwachsene. Die Curaprox Baby Zahnbürste ist ab dem ersten Milchzahn bis zu einem Alter von 4 Jahren geeignet. Zudem hat die Curaprox Baby-Zahnbürste einen kleinen Bürstenkopf, um alle Zähne zu erreichen und einen rutschfesten Griff. Sie ist frei von Schadstoffen wie Bisphenol A (BPA), Phtalaten oder Azo-Farbstoffen.

Wichtig: Denk daran, die Baby-Zahnbürste spätestens alle zwei Monate auszutauschen. Andernfalls kann eine gute Reinigungsleistung der Zahnbürste nicht mehr garantiert werden. Darüber hinaus sammeln sich auf spröden Borsten Bakterien an.

Soll mein Kind eine elekrische Zahnbürste verwenden?

Wenn dein Kind sich nicht gerne die Zähne putzt bzw. sich putzen lässt und das tägliche Ritual eine tägliche Tortur ist, solltest du es vielleicht mit einer elektrischen Zahnbürste versuchen. Diese finden meist Kinder viel spannender als eine langweilige Handzahnbürste.

Insgesamt kann man zwischen einer Schallzahnbürste oder einer oszillierend-rotierenden Zahnbürste unterscheiden. Bei den elektrischen Zahnbürsten sind eindeutig die Marken Braun und Philips die Bekanntesten und sind auch wirklich zu empfehlen.

Philips Sonicare Schallzahnbürste

Die Philips Sonicare Schallzahnürste bietet ein sehr überzeugendes Gesamtpaket. Sie reinigt die Kinderzähne sanft und gründlich. Es gibt 2 Reinigungsstufen. Die erste Stufe ist für Kinder ab 4 Jahren, die zweite Stufe für Kinder ab 7 Jahren geeignet. Damit dein Kind sich langsam an eine länger Putzdauer gewöhnt, gibt es den integrierten Timer, mit dem man schrittweise die Putzdauer von 1 auf 2 Minuten erhöhen kann. Mit einer Melodie erinnert die Zahnbürste daran, wenn es Zeit ist, die Kieferseite zu wechseln. Der Griff ist schön gummiert und ergonomisch für kleine Hände angepasst. Mit den mitglieferten Aufklebern, kann das Design der Zahnbürste den eigenen Vorlieben angepasst werden. Mit einer App für Smartphones werden die Kinder zusätzlich zum besseren Putzen motiviert und können auch kontrolliert werden.

Oral B Stages Power Kids Advanced

Die Oral B Stages Power Kids Advanced reinigt die Zähne der Kleinen dagegen rotierend-oszillierend. Es gibt nur einen Putzmodus, dafür aber einen Musik-Timer, der nach der Hälfte der Putzzeit mit einer von 16 Melodien aufwartet.

Die Bürsten beider Marken sind gut. Und ob die Wahl auf die eine oder andere Zahnbürste fällt ist Geschmackssache. Daher ist es wichtig, dass du bei der Wahl deinen Nachwuchs ein Wörtchen mitreden lassen. Denn wenn die Optik und Melodien der Zahnbürste gefallen, werden natürlich lieber die Zähnchen geputzt.

Insgesamt ist es wichtig, dein Kind dabei viel zu loben. Das motiviert und macht dein Kind stolz auf jeden neuen – und wenn auch nur kleinen – Fortschritt.

Und bitte beachten: Eine ausgewogene vollwertige Ernährung ist eine gute Grundlage für gesunde Zähne, d.h. zuckerhaltige Getränke und Speisen sollten nur selten in den Speiseplan eingebaut werden. 

Die richtige Putztechnik (KAI)

Zahnärzte empfehlen das Zähneputzen mit der KAI-Technik. Ab dem 3. Lebensjahr kann dein Kind üben nach dieser Technik zu putzen.

Das bedeutet:

  • Erst die Kauflächen mit kurzen Vor- und Rückwärtbewegungen putzen
  • dann die Außenflächen in kleinen Kreisbewegungen
  • und am Ende die Zahn-Innenflächen mit senkrechten Bürstenbewegungen. 

Dabei beachten, dass nicht zu viel Druck auf das Zahnfleisch abgegeben wird. Die Putzdauer zwei bis drei Minuten sollte nicht unterschritten werden.

Zahnarztbesuch

Neben der gesunden Ernährung und dem gründlichen Zähneputzen ist die Kontrolle bei der Zahnärztin/beim Zahnarzt ein wesentlicher Grundpfeiler für die Zahngesundheit.

Spätestens mit dem Durchbruch aller Milchzähne (zweite bis drittes Lebensjahr) ist die regelmäßige Kontrolluntersuchung angesagt. Die Untersuchung sollte zweimal im Jahr erfolgen. Aber schon ab dem Durchbruch des ersten Zahnes kann ein Besuch sinnvoll sein, um praktische Tipps zur Zahnpflege und Zahngesunden Ernährung zu erhalten. Auch ist es ideal, wenn dein Kind die ersten Male bei der Zahnärztin/beim Zahnarzt positiv erlebt, d.h. bevor schon ein Problem aufgetreten ist. Nimm doch einfach dein Kind zu einem eigenen Termin in die Zahnarztpraxis mit. Dann kann dein Kind schon einmal „Zahnarzt-Luft“ schnuppern, ohne dass es selbst untersucht wird.

Die Zahnärztin/der Zahnarzt kann Schäden an Zähnen bereits früh erkennen und durch präventive Maßnahmen verhindern, dass „gebohrt“ werden muss. Grundsätzlich können alle Zahnärztinnen/Zahnärzte Kinder behandeln. Bei umfangreicheren Behandlungen kann es jedoch sinnvoll sein, zu speziellen Kinderzahnärztinnen/Zahnärzten zu gehen, die dazu ausgebildet sind, mit Ängsten von Kindern umzugehen.

Um die Angst vor der Zahnärztin/dem Zahnarzt zu nehmen, solltest du vor dem Besuch in der Zahnarztpraxis mit deinem Kind besprechen, was gemacht wird. Erkläre, was genau die Arbeit der Zahnärztin/des Zahnarztes ist, wie diese/dieser gekleidet ist, dass es spezielle Geräte gibt, mit denen untersucht und behandelt wird und dass der Mund untersucht wird und dabei ein kleiner Spiegel verwendet wird. Dies kann man auch zu Hause spielerisch nachstellen. Es gibt auch tolle Kinderbücher, die dabei helfen können, die Zahnarztpraxis und die Untersuchung der Zähne zu erklären.

Buchempfehlungen, um die Angst vor dem Zahnarztbesuch zu nehmen (von Zahnärzten geprüft)

Wieso? Weshalb? Warum?: Komm mit zum Zahnarzt

In dem Buch „Komm mit zum Zahnarzt“ aus der beliebten Sachbuchreihe Wieso? Weshalb? Warum? von Ravensburger für Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren erfährt dein Kind alles kindgerecht rund um das Thema Zahnpflege und wird auf den ersten sowie auch folgende Zahnarztbesuche sensibel vorbereitet. In dem Buch geht es um den kleinen Tim, der bei seinem ersten Zahnarztbesuch beobachtet, wie seine ältere Schwester Lisa untersucht wird und welche Geräte beim Füllen eines kleinen Lochs benutzt werden. Schließlich sitzt er selbst zum ersten Mal auf dem Zahnarztstuhl und macht den Mund auf, damit die Zahnärztin zur Kontrolle hineinschauen kann. Dank spielerischer Klappen erfährt dein Kind, wie unsere Zähne aussehen und wie Karies entsteht. Das Buch gibt Tipps für die richtige Putztechnik und zeigt, womit wir unsere Zähne pflegen: von der Fingerzahnbürste für Babys über die normale und die elektrische Zahnbürste bis zur Zahnseide. Ein wirklich tolle Buch!

Lesemaus: Conni geht zur Zahnärztin

Ein weiteres beliebtes Buch zu dem Thema Zahnpflege gibt es von der Lesemaus: Conni geht zur Zahnärztin. Auch dieses Buch nimmt deinem Kind die Angst vor dem Zahnarzt. In der Geschichte dreht es sich um Conni, die zur Zahnärztin gehen muss, da sie einen kleinen braunen Fleck an ihrem Zahn entdeckt hat. Obwohl Conni am Anfang etwas mulmig zu Mute ist, merkt Conni später, dass der Zahnarztbesuch nicht schlimm ist. Die Zahnärztin ist sehr nett und es ist sogar spannend, da Conni alles genau erklärt bekommt.Ein Buch, was dein Kind lieben wird!

Das könnte dich auch Interessieren

Spielzeugtest: Splash Beadys

Wir haben das Splash Beadys Starter-Studio von der Marke Craze getestet. Das Set enhält eine …

Mehr lesen →

nachhaltige Weihnachtsgeschenke für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Natürlich ist es das Nachhaltigste und das Beste für unsere Umwelt, keine Weihnachtsgeschenke zu kaufen. …

Mehr lesen →

Saftiger Buttermilchkuchen mit gemahlenen Mandeln

Wie backe ich einen Buttermilchkuchen mit gemahlenen Mandeln? Nichts einfacher als das! Denn dieser Buttermilchkuchen …

Mehr lesen →

Spielzeugtest: Bibi & Tina Flo mee und Cloud Slime

Wir haben das Bibi und Tina Flo Mee und Cloud Slime Set von der Marke …

Mehr lesen →

Tagesaufgaben für Kinder

Ordnung mit einem kleinen Kind zu halten, klingt für dich nach einem unerreichbaren Ziel? Du …

Mehr lesen →

Schutz unserer Kinder vor Gewalt und Missbrauch

Sexualisierte Gewalt Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 15.701 Kinder polizeilich erfasst, die Opfer von …

Mehr lesen →