Fahrradanhänger
Vergleich- Die Top 3 Kinder-fahrradanhänger

Bist du gerne mit dem Fahrrad unterwegs und dein Nachwuchs ist noch zu klein, um selbst in die Pedale zu treten?
Dann solltest du über einen Fahrradanhänger nachdenken. Fahrradanhänger sind nicht umsonst so beliebt, denn sie sind einfach ein umweltfreundliches und praktisches Transportmittel für die Kleinen. Allerdings sind die Kinderfahrradanhänger im Allgemeinen recht teuer. Du fragst dich bestimmt: Sind sie nun ihr Geld wert?

Eine Frau zieht mit ihrem Fahrrad einen Kinderfahrradanhänger
iStock.com/FamVeld

Vor- und Nachteile von Kinderfahrradanhängern

Im Folgenden möchte ich dir die Vor- und Nachteile von Fahrradanhängern aufzeigen sowie Tipps, was man bei einem Fahrradanhänger beachten sollte, geben. Außerdem habe ich dir eine Übersicht über die Testergebnisse von Stiftung Warentest (Ausgabe 07/2019) und Öko-Test (2020) zusammengestellt. Diese haben nämlich mehrere Kinderfahrradanhänger auf Herz und Nieren geprüft.

Vorteile:

  • Im Vergleich zum Kindersitz ist der Fahrradanhänger die sicherere Transportvariante. Denn das Verletzungsrisiko ist bei Unfällen aufgrund der geringeren Fallhöhe geringer als beim Kindersitz
  • Besonders praktisch bei längeren Familienausflügen mit Gepäck
  • Aber auch im Alltag auf kurzen Strecken super einsetzbar
  • Je nach Modell für ein oder auch für zwei Kinder geeignet
  • Kinder sitzen bequem und entspannt, können spielen und auch schlafen
  • Es ist möglich, zusätzlich Gepäck, Proviant oder Spielzeug unterzubringen
  • Dein Kind ist vor Regen und Wind geschützt

Nachteile:

  • Aufgrund der Größe des Fahrradanhängers kann es auf engen Fahrradwegen oder bei Gegenverkehr schwierig werden
  • Der Anhänger braucht beim Abstellen aufgrund der Größe relativ viel Platz
  • Nicht jeder Fahrradanhänger bzw. jede Anhängekupplung passt an jedes Fahrrad
  • Hoher Anschaffungspreis

Was sollte man bei einem Kinderfahrradanhänger beachten?

  • Wer auf nicht asphaltierten Routen fährt, sollte den Anhänger besser mit Federung kaufen
  • Das Fahrrad sollte große Bremsscheiben haben (200 Millimeter) und der Fahrradrahmen sollte solide beschaffen sein
  • Kinder sollten mindestens ein Jahr alt sein, wenn sie im Anhänger mitfahren. Das ist auch dann der Fall, wenn sie schon vorher frei sitzen können
  • Im Anhänger sind maximal zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr erlaubt
  • Der Radler muss mindestens 16 Jahre alt sein
  • Der Anhänger sollte ein geeignetes Gurtsystem, einen Überrollbügel, ein Sicherungsseil für die Kupplung und eine Frontabdeckung haben
  • Sicherheit: Auch wenn das Verletzungsrisiko in einem Fahrradanhänger geringer als bei einem Kindersitz ist, sollte dein Kind einen Fahrradhelm tragen und angeschnallt sein.
  • Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte der Fahrradanhänger mit einem leuchtenden Wimpel versehen sein. Denn dieser erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr deutlich

Kinderfahrradanhänger Test von Stiftung Warentest und Öko-Test

Sind die teuren Kinderfahrradanhänger besser als die günstigen? Und wie verhält es sich bei den Kinderfahrradanhängern bezüglich der Sicherheit? Enthalten Kinderfahrradanhänger eigentlich Schadstoffe?

Diesen und auch weiteren Fragen widmeten sich die Experten von Stiftung Warentest sowie von Öko-Test und haben verschiedene Kinderfahrradanhänger genau unter die Lupe genommen.

Kinderfahrradanhänger Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 07/2019)

Stiftung Warentest hat 12 Kinderfahrradanhänger getestet, darunter neun Zweisitzer und drei Einsitzer. Die Preisspanne der Modelle lag zwischen € 96 und € 925. Fast alle der getesteten Modelle lassen sich auch als Buggy schieben.

Das Ergebnis fiel bescheiden aus. Nur drei Modelle erhielten die Note „gut“, ein Modell „befriedigend“, drei Modelle „ausreichend“ und fünf Modelle wurden sogar mit der Note „mangelhaft“ bewertet. Die Gründe für die schlechte Bewertung waren Platzmangel, ein zu geringer Schutz bei Unfällen sowie eine zu hohe Schadstoffbelastung.

So hat Stiftung Warentest getestet:
In die Beurteilung flossen die folgenden Kriterien ein: Fahrverhalten (35 %), Handhabung (25 %), kindgerechte Gestaltung (20%), Sicherheit (10 %), Haltbarkeit (5 %) und Schadstoffe (5%).

Der Testsieger bei den Zweisitzern: Thule Chariot Cross 2 mit der Bewertung „gut“ (2,2)

Der „Thule Chariot Cross 2“ (Zweisitzer) landet bei Stiftung Warentest auf dem 1. Platz. Auch das Schwestermodell „Thule Chariot Cross 1“ steht bei den Einsitzern auf dem Siegertreppchen.

Vorteile:

  • überzeugt in fast allen Disziplinen
  • meisterte mit dem Schwestermodell Thule Chario Cross 1 die Sicherheitsprüfungen am besten
  • gute Sichtbarkeit
  • sehr gutes Bremsverhalten
  • Der nach vorn geklappte Schieber funktioniert als Überrollbügel
  • separat und mit einer Hand verstellbare Rückenlehne
  • mit die beste Haltbarkeit

Nachteile:

  • Die Höhe des Schiebers lässt sich nicht optimal einstellen

Fazit:

Gerade beim Thema Sicherheit schnitten der Thule Chariot Cross 1 und der Thule Chariot Cross 2 am besten ab und punkteten auch in fast allen anderen Kategorien.

Thule Chariot Cross 2 Majolica Blue

2. Platz bei den Zweisitzern: Hamax Outback Fahrradanhänger mit der Note gut (2,4)

Gut schnitt auch der Hamax Outback ab. Er erhielt bei den Zweisitzern die zweitbeste Bewertung.

Vorteile:

  • robust im Buggy- und Anhängermodus
  • fahrstabil
  • sehr gutes Fahr- und Bremsverhalten
  • bietet den meisten Fünfjährigen noch genug Platz

Nachteile:

  • beim Überschlag bleibt wenig Abstand zum Boden
  • Ungünstig beladen, kann der Anhänger im Buggy Modus nach hinten kippen
  • nicht ganz regendicht

 

Fazit:

Der Hamax Outback wurde von den Experten vor allem als robust und fahrstabil bewertet.

3. Platz bei den Zweisitzern: Leggero Vento R Sail Family mit der Note befriedigend (2,7)

Der Leggero Vento R Sail Family erhielt von den Experten von Stiftung Warentest die Beurteilung befriedigend.

Vorteile:

  • fährt und bremst gut
  • bietet den meisten Fünfjährigen noch genug Platz
  • Der Sitz unterstützt eine ergonomische Rückenhaltung
  • Eine feste Bodenwanne erleichtert den Kindern den Einstieg

Nachteile:

  • Sitze sind hart
  • Im Buggy-Modus ist er weniger robust als die Modelle von „Hamax“ und „Thule“
  • Im Buggy-Schiebegriff wurde der gesundheitlich bedenkliche Phthalat-Weichmacher DPHP gefunden

Fazit:

Der Leggero Vento R Sail Family wurde von den Experten als sicher und solide eingestuft.

Der Testsieger bei den Einsitzern: Thule Chariot Cross 1 mit der Bewertung „gut“ (2,1)

Der Thule Chariot Cross 1 erhielt in der Kategorie Einsitzer von den Experten von Stiftung Warentest die Beurteilung befriedigend.

Vorteile:

  • überzeugt in fast allen Disziplinen
  • meisterte mit dem Schwestermodell „Thule Chario Cross 2“ die Sicherheitsprüfungen am besten
  • gute Sichtbarkeit
  • sehr gutes Bremsverhalten
  • Der nach vorn geklappte Schieber funktioniert als Überrollbügel
  • Als Buggy sehr robust
  • separat und mit einer Hand verstellbare Rückenlehne
  • mit die beste Haltbarkeit
  • super Fahreigenschaften

Nachteile:

  • Die Höhe des Schiebers lässt sich nicht optimal einstellen

Fazit:

Der Thule Chariot Cross 1 schnitt in der Kategorie „Einsitzer“ eindeutig am besten ab und punktete auch in fast allen anderen Kategorien.

Nicht empfehlenswerte Fahrradanhänger

3 Modelle wurden nur mit „ausreichend“ bewertet, da die Kinder aus den Fahrradanhängern zu schnell herauswachsen. Darunter waren die Modelle Burley D’Lite X, Croozer Kid Plus for 2 und der Croozer Kid Plus for 1. 5 Fahrradanhänger schnitten mit der Note „mangelhaft“ ab, da sie zu wenig Platz bieten, Schadstoffe enthalten und auch die Kinder bei Unfällen zu wenig schützen (Point Helmig Blue Bird Zweisitzer Dual, Queridoo Kidgoo2 und Prophete Kindertransportanhänger 2928). Am schlechtesten schnitt der günstigste Anhänger ab: Froggy Kinderfahrradanhänger BTC07.

Kinderfahrradanhänger Test von Öko Test (Juli 2019)

Insgesamt haben die Experten von Öko Test 8 Fahrradanhänger getestet. Jedes dieser Modelle ist ein Zweisitzer.

So hat Öko Test getestet:
Geprüft wurden die Aspekte Sicherheit, Montage, Ausstattung und Handhabung sowie Schadstoffe. So wurden speziell Teile wie Schiebegriffe, Gurtpolster überprüft, mit denen Eltern und Kinder unmittelbar in Kontakt kommen. Überprüft wurde, ob Stoffe wie Weichmacher, polyzuyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie krebserregende Farbbestandteile enthalten sind.

Testergebnis:
Leider gab es keine gute oder sehr gute Bewertung. Der D‘ Lite2019, blau von Burley, der Outback 2019 von Hamax sowie der Kidgoo2 2019 Aquamarin der Marke Queridoo erhielten die Bewertung „befriedigend“. Dieses nicht besonders gute Ergebnis kommt daher zustande, dass keines der getesteten Modelle so sicher ist, wie es sein sollte. Allerdings kann man – laut den Experten von Öko Test – die Risiken eingrenzen, wenn man umsichtig fährt und den Anhänger regelmäßig checkt. Auch gab es teilweise scharfe Kanten im Innenraum oder zu wenig robuste Bauteile.

Der Testsieger: Burley D’Lite 2019, blau mit der Bewertung „befriedigend“

Der Burley D’Lite 2019 erhielt von den Experten von Öko Test die Beurteilung befriedigend.

Vorteile:

  • kam als einziger noch auf ein „ausreichend“ in puncto Schadstoffe
  • erhielt in puncto Sicherheit ein ordentliches Ergebnis

Nachteile:

  • Bei einem Überschlag ist die Kopffreiheit zu gering bemessen
  • Ein Teil der Sitzfläche hielt dem Dauertest nicht stand und brach

Fazit:

Der Burley D’Lite 2019 konnte bezüglich Sicherheit ein ordentliches Ergebnis erzielen und schnitt auch bezüglich Schadstoffe von allen getesteten Modellen am besten ab.

Hamax Outback 2019 mit der Bewertung „befriedigend“

Auch der Hamax Outback 2019 erhielt von den Experten von Öko Test die Beurteilung befriedigend.

Vorteile:

  • erhielt in puncto „Handhabung und Robustheit“ ein „gut“
  • erhielt in puncto Sicherheit ein ordentliches Ergebnis

Nachteile:

  • Bei einem Überschlag ist die Kopffreiheit zu gering bemessen
  • Ein Teil der Sitzfläche hielt dem Dauertest nicht stand und brach
  • hohe Schadstoffbelastung

Fazit:

Der Querido Hamax Outback 2019 konnte bezüglich Sicherheit ein ordentliches Ergebnis erzielen und schnitt auch bezüglich „Handhabung und Robustheit“ mit einem „gut“ ab.

Queridoo Kidgoo 2 2019 mit der Bewertung „befriedigend“

Der Querido Kidgoo 2 2019 erhält als dritter Fahrradanhänger von Öko Test die Beurteilung befriedigend.

Vorteile:

  • erhielt in puncto Sicherheit das beste Testergebnis („gut“)
  • erhielt in puncto „Handhabung und Robustheit“ ein „gut“

Nachteile:

  • in Bezug auf die Schadstoffe erhielt der Anhänger nur ein „ungenügend“

 

Fazit:

Der Querido Kidgoo 2 2019 kann besonders bezüglich der Sicherheit sowie „Handhabung und Robustheit“ punkten. Die Schadstoffbelastung ist jedoch leider hoch.

Fahrradanhänger Vergleich: Fazit

Insgesamt 7 der 8 Fahrradanhänger, die von Öko-Test unter die Lupe genommen worden sind, wurden auch von Stiftung Warentest wieder getestet, teilweise allerdings andere Modellvarianten, wie z.B. beim Burley D’Lite X (Stiftung Warentest) beziehungsweise Burley D’Lite 2019 (Öko Test).

Die unterschiedlichen Testergebnisse kommen daher zustande, dass Stiftung Warentest andere Schwerpunkte als Öko Test bei der Beurteilung legte. Während bei Stiftung Warentest der Schwerpunkt auf das Fahrverhalten, die Handhabung und die kindgerechte Gestaltung lag, legte Öko Test seinen Schwerpunkt auf der Sicherheit. Auch die Schadstoffe flossen bei Öko Test stärker in die Bewertung ein als bei Stiftung Warentest.

Daher variieren auch die Bewertungen gleicher Produkte.

Eine Fahrradanhänger ohne Verbesserungsbedarf gibt es leider nicht.

Allerdings hat sich bei beiden Tests eindeutig rausgestellt, dass man bei einem Kinderfahrradanhänger tiefer in die Tasche greifen muss, denn die günstigsten Modelle haben bei beiden Tests eindeutig am schlechtesten abgeschnitten.

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